Karin Dauenheimer in Duisburg: Lesung über lesbische Selbstbehauptung in der DDR


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Ein bewegender Abend über Mut, Sichtbarkeit und Selbstbehauptung
Mit Karin Dauenheimer rückt in der VHS im Stadtfenster ein Kapitel der DDR-Geschichte ins Licht, das lange zu wenig erzählt wurde. Die Lesung verbindet persönliche Erinnerung, historische Einordnung und literarische Zeugenschaft zu einem intensiven Abend über lesbische Selbstbehauptung, politische Reibung und die Kraft, gegen starre Normen aufzustehen.
Eine Biografie zwischen Kirche, Staat und gelebter Utopie
Das Buch Lesbische Selbstbehauptung in der DDR entfaltet die Lebensgeschichte einer Frau, die als Theologin, Feministin, Lesbe und alleinerziehende Mutter nicht in die Erwartungen von Staat und Gesellschaft passte. Dauenheimer gründete 1983 in Dresden den Kirchlichen Arbeitskreis Homosexualität, organisierte Frauenfeste und wurde dadurch zu einer wichtigen Stimme innerhalb einer entstehenden DDR-weiten Lesbenbewegung.
Literarisches Erlebnis mit historischer Tiefenschärfe
Die Veranstaltung verspricht keine glatte Rückschau, sondern ein vielschichtiges Lesungs-Erlebnis. Autobiografische Texte, Interviews und Archivmaterial prägen die Vorlage des Buches und geben dem Abend jene Dichte, die gute Literaturveranstaltungen auszeichnet: persönliche Erfahrung, sprachliche Präzision und der Blick auf gesellschaftliche Brüche. Gerade in der Verbindung von Biografie und Zeitgeschichte liegt die besondere literarische Qualität dieses Abends.
Warum dieser Abend heute wichtig ist
Karin Dauenheimers Geschichte erzählt nicht nur von Widerstand in der DDR, sondern auch von der Frage, wie Sichtbarkeit überhaupt entsteht. Wer sich mit Lesbenbewegung, DDR-Geschichte, Feminismus und Erinnerungskultur beschäftigt, findet hier einen Abend mit historischer Relevanz und kultureller Strahlkraft. Die Lesung öffnet einen Raum für Fragen nach Freiheit, Zugehörigkeit und Selbstbehauptung, die weit über den historischen Kontext hinausreichen.
Ort mit Bildungstradition
Die VHS im Stadtfenster bietet dafür einen passenden Rahmen: modern, zentral und auf Begegnung ausgelegt. Der Veranstaltungsort verbindet Bildungsatmosphäre mit offener Stadtkultur und schafft genau jene Nähe, die eine Autor-Begegnung lebendig macht. Hier erhält die Lesung eine sachliche und zugleich intime Bühne.
Fazit
Dieser Abend führt mitten hinein in eine Lebensgeschichte, die Mut, Haltung und literarische Erinnerung miteinander verbindet. Wer literarische Lesungen mit gesellschaftlicher Tiefe schätzt, sollte diese Veranstaltung live erleben.
Offizielle Kanäle von Karin Dauenheimer:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: Kein offizielles Profil gefunden
- Verlag: Kein offizielles Profil gefunden
Quellen:
- Duisburg Live - Es muss doch lebbar sein | Lesbische Selbstbehauptung in der DDR
- VHS Duisburg - Programmbuch mit Park- und ÖPNV-Hinweisen
- Stadt Duisburg - Zentralbibliothek Duisburg im Stadtfenster
- Leipziger Zeitung - Lesbische Selbstbehauptung in der DDR
- jpc - Karin Dauenheimer: Lesbische Selbstbehauptung in der DDR
- Stadt Duisburg - VHS im Stadtfenster und Veranstaltungshinweise










