Kai Gottlob in Duisburg: Die 1920er als lebendige Stadtgeschichte im filmforum


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Duisburgs 1920er Jahre als lebendiges Filmerlebnis
Die Vortragsreihe Duisburger Jahrzehnte: Die 1920er öffnet am 24. September 2026 im filmforum ein historisches Fenster in das Stadtgedächtnis. Kai Gottlob spannt einen Bogen über 100 Jahre und verbindet stadthistorisches Filmmaterial mit einer präzisen, kenntnisreichen Einordnung, während Dominik Gerhard die stummen Filmschätze am Klavier begleitet.
Ein Abend zwischen Archiv, Erinnerung und Lesungs-Atmosphäre
Wer sich für Kulturgeschichte, lokale Identität und das erzählerische Potenzial historischer Bilder interessiert, erlebt hier kein gewöhnliches Kino, sondern eine Autor-Begegnung mit Duisburgs Vergangenheit. Die 1920er treten nicht als ferne Epoche auf, sondern als vibrierender Teil einer Stadt, die nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Aufbruch, Industrie und politischer Spannung stand.
Stadthistorisches Material mit filmischer Spannung
Die gezeigten Aufnahmen führen in eine Zeit, in der Duisburg neue Konturen gewann: Spartakisten am Hamborner Rathaus, August Thyssen am Schacht Lohberg, Max Valier mit seinem Raketenauto, ein Stadionspiel gegen Italien und der zugefrorene Rhein von 1929. Solche Szenen entfalten eine besondere literarische Qualität des Sehens, weil sie aus Archivbildern eine Erzählung von Alltag, Macht und Wandel formen.
Kai Gottlob als kundiger Erzähler des Duisburger Gedächtnisses
Gottlob ordnet die historischen Bilder in den kulturellen Diskurs ein und macht sichtbar, warum Karl Jarres für die Stadt eine so zentrale Rolle spielte. Gerade diese Verbindung aus Wissen, Narration und Präsentation prägt den Charakter der Veranstaltung: eine Vortragsreihe, die Dokumentation und Emotion, Filmgeschichte und Stadtgeschichte klug verschränkt.
Atmosphäre im filmforum
Das filmforum am Dellplatz steht für ein intimes Kinoerlebnis mit 50er-Jahre-Flair und moderner Medientechnik. In diesem Raum gewinnt das stadthistorische Filmmaterial zusätzliche Tiefe: Die Projektion, das Live-Klavier und die konzentrierte Lesungs-Atmosphäre schaffen einen Abend, der Bildungsinteresse und kulturelle Neugier gleichermaßen anspricht.
Fazit
Am 24. September 2026 erwartet das Publikum im filmforum ein inspirierender Abend voller Duisburger Geschichte, filmischer Entdeckungen und lebendiger Einordnung. Wer Stadtgeschichte nicht nur lesen, sondern erfahren will, sollte diese Veranstaltung live erleben.
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