Imagination einer Frau im Museum St. Laurentius: Christel Runne in Duisburg neu entdecken


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Christel Runne neu entdecken: eine Ausstellung über Erinnerung, Mut und malerische Eigenständigkeit
Mit Imagination einer Frau rückt das Museum St. Laurentius in Duisburg eine lange vergessene Malerin ins Licht der Öffentlichkeit. Die Schau eröffnet am 24. April 2026 um 18 Uhr und zeigt Arbeiten der in Witten geborenen und in Münster wirkenden Christel Runne, deren Lebensweg erst durch einen wiederentdeckten Nachlass mit Fotoalben, Notizbuch und rund 400 Briefen rekonstruiert werden konnte. Die Ausstellung ist als Wiederbegegnung mit einer Künstlerin angelegt, deren Werk nun in seiner historischen Tiefe und ästhetischen Eigenart neu lesbar wird. ([duisburglive.de](https://www.duisburglive.de/event/2026/04/05/sandor-szombati-photographien-von-britta-lauer-20260405/?cHash=a9d014b1d3a7feebd4e52c999f03dfca))
Ein Kunsterlebnis zwischen Biografie und Zeitgeschichte
Christel Runne studierte von 1916 bis 1919 an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf, zu einer Zeit, in der Frauen der Zugang zur Kunstakademie Düsseldorf noch verschlossen blieb. Anschließend ließ sie sich in Münster nieder und trat in den 1920er Jahren mit eigenen Ausstellungsbeiträgen hervor, besonders in Westfalen und bis nach St. Gallen. Der Nachlass deutet auf eine stilistisch selbstbewusste Malerin, die ungewöhnliche Sujets wählte und sich einen eigenen künstlerischen Ton erarbeitete. ([stmatthias-duisburg.de](https://www.stmatthias-duisburg.de/images/Dokumente/2025_Jahresruckblick_2026k.pdf))
Zwischen Malerei, Recherche und musealer Wiederentdeckung
Die Ausstellung macht sichtbar, wie eng Werkbetrachtung und kunsthistorische Forschung zusammengehören. Der Mülheimer Galerist Gerold d’Hamé stieß auf den künstlerischen Nachlass; auf dieser Grundlage konnte das Leben der Künstlerin wieder konturiert werden. Gezeigt werden Arbeiten aus den 1920er und 1930er Jahren, also aus jener Phase, in der Runne ihren eigenen Stil entwickelte und sich Mitte der 1930er Jahre nach der Geburt ihrer beiden Kinder stärker von der künstlerischen Malerei abwandte. Gerade dieser Spannungsbogen verleiht der Schau ihre besondere Ausstellungsatmosphäre. ([stmatthias-duisburg.de](https://www.stmatthias-duisburg.de/images/Dokumente/Pfarrnachrichten/2026-04-12_1617_on-komprimiert.pdf))
Das Museum als stiller Resonanzraum
Das Museum St. Laurentius selbst trägt viel zur ästhetischen Erfahrung bei: Die profanierte Kirche von 1932 beherbergt heute eine Dauerausstellung mit Werken von Sándor Szombati und versteht sich als Ort für Wechselausstellungen und Kammerkonzerte. Der Raum verbindet sakrale Architektur, konzentrierte Präsentation und museale Bildung zu einem Ort, an dem Kunst nicht laut auftritt, sondern nachhallt. Für Besuchende entsteht so ein Kunsterlebnis, das Biografie, Raum und Werk eng miteinander verknüpft. ([rheinischemuseen.de](https://www.rheinischemuseen.de/museum/act0002220?region=p0007))
Besuch, Service und praktische Hinweise
Der Eintritt ist kostenlos. Das Museum ist regulär nur jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet; für diese Sonderausstellung ist der Auftakt am 3. Mai 2026 um 14 Uhr im Veranstaltungskalender vermerkt. Führungen finden an Öffnungstagen zur vollen Stunde und auf Wunsch statt. Vor Ort gibt es einen Museumsshop, ein kleines gastronomisches Angebot sowie Parkmöglichkeiten im öffentlichen Straßenraum. Die Anreise ist auch mit der Bahn und den Buslinien 914 oder 927 bis zur Haltestelle Martinistraße möglich. ([rheinischemuseen.de](https://www.rheinischemuseen.de/museum/act0002220?region=p0007))
Wer Kunstgeschichte nicht nur lesen, sondern räumlich und emotional erleben möchte, findet hier eine seltene Gelegenheit: eine vergessene Malerin tritt zurück ins öffentliche Bewusstsein, ein Museum öffnet seinen besonderen Kirchenraum für die Wiederentdeckung, und ein kunsthistorisch fundierter Blick auf weibliche Moderne wird möglich. Ein Besuch lohnt sich unbedingt. ([stmatthias-duisburg.de](https://www.stmatthias-duisburg.de/images/Dokumente/2025_Jahresruckblick_2026k.pdf))
Offizielle Kanäle von Christel Runne:
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