Die Fotografinnen Kingler, Hallensleben und Kraemer in Duisburg erleben


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Drei Fotografinnen, drei Perspektiven auf das Ruhrgebiet
Wie wird Geschichte sichtbar, wenn der Blick durch eine Kamera auf Menschen, Arbeit und Alltag fällt? Der Vortrag im Landesarchiv NRW widmet sich am 6. Oktober 2026 den fotografischen Positionen von Marga Kingler, Ruth Hallensleben und Brigitte Kraemer. Im Mittelpunkt stehen Presse-, Auftrags- und Dokumentarfotografie sowie die unterschiedlichen Wege, mit denen die drei Fotografinnen das Ruhrgebiet geprägt haben.
Fotografie zwischen Presse, Auftrag und Dokumentation
Stefanie Grebe und Dr. Thomas Dupke vom Fotoarchiv des Ruhr Museums führen durch einen 45-minütigen Abend mit zahlreichen Bildbeispielen. Das Publikum erhält Einblicke in die Biografien der Fotografinnen, ihre Werke und die historischen Kontexte, in denen diese Bilder entstanden.
Bildgeschichte mit regionalem Fokus
Marga Kingler steht für die Pressefotografie und ein eindrucksvolles Panorama des städtischen Lebens im Ruhrgebiet. Ruth Hallensleben prägte insbesondere die Industrie- und Auftragsfotografie der Nachkriegszeit. Brigitte Kraemer wiederum ist für ihre einfühlsame Dokumentarfotografie bekannt, die Menschen und soziale Realitäten über Jahrzehnte hinweg in den Mittelpunkt rückt.
Die Veranstaltung knüpft an die Ausstellungstätigkeit des Ruhr Museums an, das Fotografinnen in den vergangenen Jahren bewusst sichtbar gemacht und damit ein Gegengewicht zur lange vorherrschenden männlichen Dominanz in Fotografie und Ausstellungspraxis gesetzt hat. Die Bildbeispiele eröffnen einen fachkundigen Blick auf fotografische Arbeitsweisen, Archivbestände und die Entwicklung einer Ausstellung von der Recherche bis zur Präsentation.
Ein Abend für Fotografie- und Geschichtsinteressierte
Die ruhige, konzentrierte Event-Atmosphäre des Landesarchivs schafft den passenden Rahmen für eine Veranstaltung, die Fotokunst, Regionalgeschichte und Archivarbeit miteinander verbindet. Besucherinnen und Besucher erleben ein informatives Veranstaltungserlebnis mit prägnanten Bildanalysen, historischen Zusammenhängen und spannenden Einblicken in die Organisation fotografischer Sammlungen.
Bereits um 17:00 Uhr wird eine Führung durch das Gebäude angeboten. Der Vortrag beginnt um 18:00 Uhr und endet um 19:00 Uhr.
Fazit
Dieser Vortragsabend macht sichtbar, wie unterschiedlich fotografische Blicke auf eine Region ausfallen können. Wer sich für Fotografiegeschichte, Pressebilder, Industriekultur und dokumentarische Bildwelten interessiert, erlebt im Landesarchiv NRW einen fundierten und atmosphärischen Abend. Der Eintritt ist frei – eine gute Gelegenheit, die drei Fotografinnen und ihre Bedeutung für die visuelle Geschichte des Ruhrgebiets live kennenzulernen.
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