und im Blau zu verschwinden im Theater Duisburg: Poetische Bühnenkunst im FOYER III


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Ein poetischer Theaterabend zwischen Verlust, Sprache und Verwandlung
Mit und im Blau zu verschwinden öffnet das Theater Duisburg einen Abend von leiser Wucht und großer Nähe. Frei nach Zsuzsa Bánks Roman Sterben im Sommer und mit Texten von Evelyne de la Chenelière entsteht eine Inszenierung, die Erinnerung, Trauer und Lebensfreude in eine fein komponierte Bühnenform bringt.
Wenn aus Erinnerung Theater wird
Der Stoff kreist um einen Vater, der stirbt, und um die Tochter, die davon erzählt. Genau in diesem Spannungsfeld entfaltet sich die Dramaturgie: zwischen erlebtem und erzähltem Leben, zwischen Sprache und Körper, zwischen Verlust und dem tastenden Wunsch nach Verständigung. Der Theaterabend verdichtet diese Übergänge zu einer Collage aus Erinnerungsbruchstücken, Gedankenfetzen, Bildern, Bewegung und Musik.
Ein Bühnenerlebnis im FOYER III
Das FOYER III im Theater Duisburg gilt als Studio für außergewöhnliche Theaterproduktionen. Mit 99 Plätzen und seiner unmittelbaren Nähe zum Geschehen schafft es eine besondere Theateratmosphäre, in der jede Geste, jeder Atemzug und jede Stille Gewicht bekommen. Die Foyerspielstätte begünstigt ein intensives Bühnenerlebnis, das weniger auf Distanz als auf Begegnung setzt.
Zwischen Lachen und Weinen
Die Vorlage öffnet keinen schweren Trauermonolog, sondern einen beweglichen, poetischen Raum. Die Inszenierung führt das Publikum durch Gegensätze: Leben und Tod, das Große und das Banale, Melancholie und lichte Momente von Heiterkeit. Gerade darin liegt die Stärke dieses Abends: Er sucht nicht die laute Überwältigung, sondern eine genaue, empfindsame Schauspielkunst, die Nuancen ernst nimmt.
Regie, Sprache und musikalische Verdichtung
In der Regie von Kornelius Eich verbindet sich literarische Präzision mit szenischer Verdichtung. Der Abend ist als Übersetzungserfahrung gedacht: vom Roman in die Bühne, vom Wort in die Verkörperung, von der Erinnerung in den Moment. Die Mitwirkung von Zsuzsa Bánk und Evelyne de la Chenelière auf der Bühne verleiht der Produktion eine seltene Autorität und eine bemerkenswerte Unmittelbarkeit.
Ein Abend für ein aufmerksames Publikum
Wer Theater als Begegnung mit Sprache, Körper und Gedächtnis versteht, findet hier einen stillen, nachhallenden Abend. und im Blau zu verschwinden verspricht kein Spektakel, sondern eine präzise, berührende Auseinandersetzung mit dem, was bleibt, wenn ein Leben erzählt wird. Dieses Bühnenerlebnis lohnt sich besonders für alle, die poetisches Schauspiel und kluge Gegenwartstheater-Formen schätzen.
Fazit: Am 9. Mai 2026 erwartet die Besucherinnen und Besucher im Theater Duisburg ein konzentrierter, bildstarker Theaterabend voller Sprache, Erinnerung und feiner Emotionen. Wer starke Gegenwartsdramatik im intimen Raum erleben möchte, sollte sich diesen Termin sichern.
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