Der verlorene Mann im filmforum: Fein gespieltes Drama berührt Duisburg


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Ein zärtlich-bitteres Bühnenerlebnis über Erinnerung, Nähe und neue Ordnung
Mit Der verlorene Mann präsentiert das filmforum Duisburg am 19. Mai 2026 ein fein austariertes Drama, das aus einer absurden Situation leise große Gefühle entwickelt. Wenn Hanne, Bernd und Kurt in eine Dreiecksbeziehung geraten, kippt der Abend zwischen Komik, Melancholie und jener besonderen Theateratmosphäre, in der jede Geste Gewicht bekommt.
Wenn die Vergangenheit an der Tür klingelt
Regiedebütant Welf Reinhart erzählt die Geschichte eines Mannes, der seine eigene Ehe vergessen hat, mit bemerkenswerter Zurückhaltung. Gerade diese Inszenierung macht den Reiz aus: Das Alzheimer-Thema verliert die bleierne Schwere, ohne an Ernsthaftigkeit einzubüßen. Aus dem ersten Moment der Verwirrung wächst ein stilles Kammerspiel über Identität, Begehren und Würde.
Dagmar Manzel, Harald Krassnitzer und August Zirner im feinen Gleichgewicht
Das Schauspieler-Trio trägt den Abend mit großer Präzision. Dagmar Manzel verleiht Hanne eine elegante Spannung zwischen Verantwortung und Überforderung, Harald Krassnitzer öffnet Kurt als verletzlichen, unberechenbaren Fremden in vertrauter Haut, und August Zirner gibt Bernd jene sanfte Erdung, die dem Film seine emotionale Balance schenkt. So entsteht eine Publikumsreaktion, die nicht laut ausfällt, sondern lange nachhallt.
Komik, die nicht ins Leichte kippt
Die besondere Stärke dieser Aufführung liegt in ihrer Tonlage. Der Film findet komische Momente im Missverständnis, im zarten Machtspiel, im stillen Alltag zwischen Küche, Krankheit und Beziehung. Doch jede Pointe bleibt an die Tragik gebunden. Genau daraus erwächst die dramatische Spannung: ein eleganter Wechsel zwischen Lächeln und Beklemmung, zwischen Nähe und Kontrollverlust.
Ein Duisburger Kinotermin mit Profil
Das filmforum als kommunales Kino bietet dafür den passenden Rahmen. Die Vorstellung beginnt um 17:30 Uhr im traditionsreichen Haus am Dellplatz, die Laufzeit beträgt 106 Minuten, die Altersfreigabe liegt bei FSK 12. Für Besucherinnen und Besucher zählt nicht nur der Film, sondern das komplette Bühnenerlebnis im weiteren Sinn: Ankommen, eintauchen, still mitdenken.
Fazit
Der verlorene Mann verspricht einen klugen, fein gespielten und emotional dichten Abend für alle, die anspruchsvolles Erzählen lieben. Wer Kino mit menschlicher Tiefe, präziser Regie und starken Darstellern sucht, sollte diese Vorstellung live erleben.
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