Rhea Leman in Duisburg: Arendt – Denken in finsteren Zeiten am Theater Duisburg


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Ein Abend über Hannah Arendt, Denken und die Zerbrechlichkeit der Zeit
Rhea Lemans Drama Arendt – Denken in finsteren Zeiten führt mitten hinein in ein Gewebe aus Erinnerung, Urteilskraft und politischer Wachheit. Im Theater Duisburg begegnet das Publikum einer der prägnantesten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts in einer Inszenierung, die biografische Spannung mit sprachlicher Präzision verbindet und das Theater als Ort des Nachdenkens ernst nimmt.
Hannah Arendt zwischen Kopenhagen und Geschichte
Das Stück setzt 1975 in einem Hotelzimmer in Kopenhagen ein, kurz vor der Verleihung des Sonning-Preises. Aus diesem konzentrierten Moment entfaltet Rhea Leman ein Psychogramm, das Arendts Leben, ihre Flucht, ihre Erfahrungen im Exil und ihre Auseinandersetzung mit Adolf Eichmann in szenische Bewegung verwandelt. Die Lesungs-Atmosphäre einer intimen Autor-Begegnung entsteht hier nicht durch Nähe allein, sondern durch gedankliche Schärfe und dramatische Verdichtung.
Sprachkunst statt bloßer Illustration
Rhea Leman arbeitet mit einer Dramaturgie, die politische Geschichte nicht ausstellt, sondern in innere Spannung überführt. Das Stück ist kein museales Porträt, sondern eine lebendige Auseinandersetzung mit Denken als Handlung. Gerade darin liegt seine literarische Qualität: Es verbindet historisches Bewusstsein mit einer klaren, konzentrierten Sprache und öffnet einen Raum, in dem Theater, Genre und kultureller Diskurs ineinandergreifen.
Ein Gastspiel mit Gewicht
Als Gastspiel des Thalia Theaters Hamburg bringt die Produktion künstlerische Autorität und aktuelle Relevanz nach Duisburg. Die Inszenierung richtet den Blick auf Arendts Fragen nach Verantwortung, Wahrheit und politischer Urteilskraft – Themen, die heute mit unverminderter Dringlichkeit auf die Bühne drängen. Das Publikum erlebt kein bloßes Nacherzählen, sondern ein literarisches Erlebnis mit Gegenwartsbezug.
Der Ort: Großes Haus, großes Publikum
Das Theater Duisburg mit seinem Großen Haus bietet den passenden Rahmen für einen Abend, der intellektuelle Konzentration und theatralische Präsenz verlangt. Zentral am Opernplatz gelegen, gehört das Haus zu den markantesten Bühnen der Stadt und fasst im Großen Saal bis zu 1.117 Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Architektur, die Lage und die Theatertradition verleihen dem Abend einen besonderen kulturellen Resonanzraum.
Fazit: Ein Theaterabend für alle, die Literatur als Denkraum lieben
Arendt – Denken in finsteren Zeiten verspricht einen Abend voller historischer Tiefe, sprachlicher Genauigkeit und aktueller Denkanstöße. Wer Hannah Arendt nicht nur kennen, sondern neu betrachten will, findet hier einen eindringlichen Zugang über das Theater. Dieses Gastspiel gehört live erlebt.
Offizielle Kanäle von Rhea Leman:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.rhealeman.com/
- Verlag: https://www.kiepenheuer-medien.de/










