Albrecht Weinberg im filmforum: Ein bewegendes Kinoereignis gegen das Vergessen


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Eine Lebensgeschichte, die im Kino weiterwirkt
Ein junges Mädchen beugt sich zu Albrecht Weinberg hinunter und sagt: Ich bin dankbar. In diesem Augenblick verdichtet sich die Kraft von Albrecht Weinberg - Es ist immer in meinem Kopf: Güner Yasemin Balci und Jesco Denzel begegnen einem außergewöhnlichen Menschen, dessen Lebensweg von Verfolgung, Verlust, Rückkehr und Versöhnung erzählt.
Erinnerung bekommt ein Gesicht
Der Dokumentarfilm führt nach Leer, in Albrecht Weinbergs ostfriesische Heimat. Seine Kindheit begann mit Grünkohl und Plattdeutsch, bevor die nationalsozialistische Gewalt seine Familie zerstörte. 1947 emigrierte Weinberg gemeinsam mit seiner Schwester in die USA. Jahrzehnte später kehrte er nach Deutschland zurück und stellte sich einer Vergangenheit, die niemals verstummt.
Zwischen Zeugenschaft und Nähe
Die Inszenierung setzt auf behutsame Beobachtung statt auf dramatische Überhöhung. Weinberg liest Jugendlichen seine eintätowierte Häftlingsnummer vor und fragt sie, ob sie selbst ein Tattoo tragen. Schüler knien neben dem Mann im Rollstuhl, Besucher lassen sich mit ihm fotografieren, und aus der Begegnung entsteht eine eindringliche Publikumsreaktion. Das Kino wird zum Resonanzraum für Erinnerungskultur und demokratische Verantwortung.
Ein Porträt über Versöhnung
Gerda Dänekas, einst seine Pflegerin und später seine enge Vertraute, begleitet Weinberg auf diesem Weg. Nach dem Tod seiner Schwester zog er mit ihr zusammen. Zwischen Alltagsnähe und historischen Abgründen entfaltet sich ein stilles, menschliches Kammerspiel über Vertrauen, Einsamkeit und die Möglichkeit eines Neubeginns.
Filmische Zurückhaltung mit großer Wirkung
Die Regie von Güner Yasemin Balci und Jesco Denzel verbindet persönliche Erinnerung mit historischer Einordnung. Pressestimmen beschreiben den Film als eindrückliches, bewegendes Porträt und als meisterhafte Rückkehr in das Land der Täter. Albrecht Weinberg starb im Mai 2026 im Alter von 101 Jahren. Der Film bleibt als Vermächtnis eines Zeitzeugen gegen das Vergessen.
Fazit: Ein Bühnenerlebnis des dokumentarischen Kinos
Im filmforum erwartet das Publikum eine konzentrierte Theateratmosphäre des Kinos: große Leinwand, klare Akustik und eine Geschichte, die lange nach dem Abspann im Kopf bleibt. Dieses Bühnenerlebnis ohne Bühne verbindet Schauspielkunst des Lebens mit präziser filmischer Dramaturgie. Erleben Sie den Dokumentarfilm am 20. Oktober 2026 in Duisburg und setzen Sie ein Zeichen für Erinnerung und Menschlichkeit.
Offizielle Kanäle von filmforum Duisburg:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://filmforum.de/










