Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke im filmforum: Berührender Abend in Duisburg


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Ein Abend zwischen Selbstzweifel, Humor und der Magie des Anfangs
Mit Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke steht im filmforum Duisburg ein Werk auf dem Spielplan, das autobiografische Erinnerung, Schauspielerbiografie und fein austarierten Humor zu einem berührenden Bühnenerlebnis im Kinosaal verdichtet. Die Verfilmung von Simon Verhoeven erzählt vom Weg des jungen Joachim Meyerhoff an die Otto-Falckenberg-Schule und von jenem empfindlichen Moment, in dem Ehrgeiz, Unsicherheit und künstlerische Berufung aufeinanderprallen.
Ein Coming-of-Age mit feinem Blick für die Bühne des Lebens
Der Stoff lebt von seiner doppelten Energie: einerseits von der ironischen Leichtigkeit, mit der Meyerhoff seine Herkunft und die ersten Schritte in der Schauspielausbildung betrachtet, andererseits von der stillen Verletzlichkeit, die hinter jeder Pointe aufscheint. So entsteht keine bloße Heldengeschichte, sondern eine präzise Studie über künstlerische Selbstfindung, über das Lernen des Schauspielens und über den Preis der Selbstbehauptung.
Dramaturgie mit Herz, Takt und Melancholie
Die Dramaturgie setzt auf Kontraste: Provinz gegen Großstadt, Unsicherheit gegen Talent, Komik gegen Schmerz. Genau darin liegt die Stärke dieser Adaption. Wer Meyerhoffs Roman kennt, erkennt die literarische Kraft der Vorlage; wer den Film ohne Vorkenntnisse erlebt, spürt die unmittelbare Ansprache einer Erzählung, die aus Beobachtungsgabe und Zärtlichkeit ihre Wirkung bezieht. Die Inszenierung lässt Raum für Zwischentöne und für jene leisen Momente, in denen ein Blick, ein Zögern oder ein missglücktes Lächeln mehr sagen als jede große Geste.
Spiel mit Nähe, Rhythmus und Publikumsreaktion
Im filmforum, das für sein kuratiertes Programm und die Nähe zum Publikum bekannt ist, erhält dieser Film einen passenden Rahmen. Die Theateratmosphäre des Abends entsteht hier weniger durch große Ausstattung als durch konzentriertes Sehen: das gemeinsame Lachen an den richtigen Stellen, das spürbare Schweigen in den ernsteren Passagen, die Publikumsreaktion auf die Balance von Witz und Verletzlichkeit. Gerade diese Mischung macht den Reiz des Abends aus.
Ein Werk, das aus Erinnerung Gegenwart formt
Joachim Meyerhoffs Roman wurde vielfach als kluge, warmherzige und lakonisch witzige Erinnerungsliteratur beschrieben; die Verfilmung knüpft daran an und übersetzt den Ton in Bilder. Relevante Besprechungen betonen den heiter-melancholischen Zugriff und die sensible Darstellung von Verlust, Selbstzweifel und Identität. Genau dort gewinnt der Abend seine kulturjournalistische Strahlkraft: als Einladung, einen Künstler am Beginn seiner Laufbahn zu erleben und zugleich die großen Fragen von Berufung, Scheitern und Mut mitzudenken.
Fazit
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke verspricht im filmforum Duisburg einen Abend voller feiner Beobachtungen, kluger Komik und emotionaler Tiefe. Wer sich für Schauspielkunst, Literaturverfilmungen und charakterstarkes Kino begeistert, sollte diese Vorstellung live erleben und den Abend in der besonderen Theater- und Kinostimmung des Hauses genießen.
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