Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke im filmforum Duisburg: Feinsinniger Kulturabend


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Ein Abend zwischen Witz, Verlust und der Kunst des Erinnerns
Mit Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke rückt im filmforum Duisburg ein Stoff ins Rampenlicht, der zwischen Melancholie und Komik präzise balanciert. Der autobiografisch geprägte Erzählkosmos von Joachim Meyerhoff entfaltet sich hier als fein beobachtetes Bühnenerlebnis auf der Leinwand: ein junger Mann, die Schauspielschule in München, die Villa der Großeltern, das pralle Leben zwischen Disziplin, Familientheater und existenzieller Unsicherheit.
Wenn aus Erinnerung eine Szene wird
Die Geschichte führt mitten hinein in ein sensibles Coming-of-Age, das nicht auf große Gesten setzt, sondern auf genaue Beobachtung. Gerade darin liegt seine Kraft: Die Inszenierung erzählt von Selbstsuche, von Fremdheit und vom schmerzhaften, manchmal komischen Stolpern ins Erwachsenwerden. Die Dramaturgie lebt von Kontrasten - Anspannung und Leichtigkeit, Zuneigung und Verlust, körperliche Präsenz und innere Leere.
Joachim Meyerhoffs Stoff mit filmischer Präzision
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Joachim Meyerhoff und ist die Verfilmung eines Kapitels aus der erfolgreichen autobiografischen Reihe Alle Toten fliegen hoch. Regisseur Simon Verhoeven nimmt den Ton des literarischen Originals ernst und verbindet ihn mit einer klaren, zugänglichen Erzählweise. Kritiken betonen die gelungene Mischung aus Coming-of-Age-Film, Familiendrama und Milieu-Komödie sowie die starke Verbindung von Tragik und Humor.
Zwischen Schauspielschule und Familienidylle mit Rissen
Im Zentrum steht ein junger Mann, der an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule angenommen wird und plötzlich zwischen Ausbildungsdruck und dem eigenwilligen Alltag seiner Großeltern lebt. Gerade diese Konstellation schenkt dem Stoff seine besondere Theateratmosphäre: Das Private wirkt wie eine Kammerbühne, auf der jede Geste Bedeutung gewinnt. Die exzentrische Großelternwelt öffnet Räume für Komik, aber auch für zarte, ungeschützte Momente.
Ein Abend für Publikum mit Sinn für feine Zwischentöne
Wer solche Stoffe liebt, sucht keine bloße Handlung, sondern eine Begegnung mit Figuren, Sprache und Stimmung. Das filmforum Duisburg bietet dafür den passenden Rahmen: ein traditionsreiches Haus mit kulturellem Profil, historischem Flair und einem Publikum, das Offenheit für anspruchsvolle Film- und Bühnenkunst mitbringt. Der Abend verspricht intensive Bilder, eine präzise Akustik und jene stille Publikumsreaktion, die entsteht, wenn Lachen und Nachdenken im selben Moment einsetzen.
Fazit: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke verbindet Erinnerung, Witz und Verletzlichkeit zu einem atmosphärisch dichten Kulturabend. Wer sich auf feines Erzählen, starke Figuren und ein bewegendes Spiel mit Nähe und Distanz einlassen will, sollte diese Aufführung live erleben.
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