Romería - Das Tagebuch meiner Mutter im filmforum: Poetisches Kino über Herkunft und Erinnerung


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Ein poetischer Kinabend voller Erinnerung, Herkunft und stiller Wucht
Romería - Das Tagebuch meiner Mutter führt das Publikum in eine Erzählung, die weit über einen einfachen Familienstoff hinausgeht. Im filmforum Duisburg entfaltet sich das melancholisch-poetische Drama als intensives Bühnenerlebnis der Leinwand: eine junge Frau sucht nach ihrem Vater, nach den Spuren ihrer Eltern und nach einer Wahrheit, die in Erinnerungen oft nur in Splittern aufscheint.
Eine Reise, die mit einem Dokument beginnt und mit Fragen endet
Marina reist 2004 nach Vigo, weil sie für ein Stipendium einen Vaterschaftsnachweis benötigt. Doch schon früh kippt der praktische Anlass ins Existenzielle. Was als formaler Gang beginnt, wird zu einer Suche nach Identität, Familiengeschichte und verloren gegangener Nähe. Der Film nimmt sich dafür Zeit, atmet in ruhigen Bildern und setzt auf eine feine Dramaturgie, die ihre Kraft aus Andeutung, Blicken und Erinnerungsräumen zieht.
Carla Simóns Regie: präzise, sensibel, von großer innerer Spannung
Die Regisseurin Carla Simón, die 2022 mit Alcarràs den Goldenen Bären gewann, verwebt persönliche Erfahrung und filmische Form zu einer bewegenden Inszenierung. Romería arbeitet mit Rückblenden, Videobildern und einer poetischen Bildsprache, die das Unsichtbare sichtbar macht: Verlust, Sehnsucht und die fragile Konstruktion von Erinnerung. Gerade in dieser Zurückhaltung liegt die Größe des Films. Die Schauspielkunst von Llúcia Garcia trägt diese innere Bewegung mit bemerkenswerter Klarheit.
Zwischen Meer, Familie und den Schatten der Vergangenheit
Der Aufenthalt am Meer öffnet einen Raum zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Marina begegnet Onkel, Großeltern und ihrem Cousin Nunu, doch nicht jede Auskunft bringt Gewissheit. Der Film zeigt, wie Familienerzählungen sich verschieben, wie Herkunft zugleich Halt und Rätsel sein kann. Die Atmosphäre bleibt dabei fein austariert: eine stille Spannung, getragen von Licht, Wasser und der leisen Unruhe einer jungen Frau, die mehr sucht als bloß einen amtlichen Nachweis.
Ein Kinoerlebnis für Zuschauerinnen und Zuschauer mit Sinn für feinste Zwischentöne
Im filmforum Duisburg trifft dieses anspruchsvolle Arthaus-Kino auf einen Ort, der für filmkulturelle Programmkuration steht. Das Publikum erlebt hier ein Werk, das Erinnerung nicht erklärt, sondern fühlbar macht. Gerade die Mischung aus poetischem Realismus, familiärer Spannung und mediterraner Bildkraft dürfte eine starke Publikumsreaktion hervorrufen. Wer Kino als sensibles Erzählen liebt, findet hier einen Abend von bemerkenswerter Intensität.
Fazit: Romería - Das Tagebuch meiner Mutter verspricht ein stilles, aber nachhaltig berührendes Kinoerlebnis zwischen Herkunftssuche, Verlust und Selbstfindung. Wer poetisches Autorenkino auf der großen Leinwand erleben will, sollte diese Vorstellung im filmforum Duisburg nicht verpassen.
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Quellen:
- filmforum Duisburg - Romería - Das Tagebuch meiner Mutter
- filmforum Duisburg - Newsletter vom 02.04.2026 bis 08.04.2026
- filmforum Duisburg - Preise & Öffnungszeiten
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- filmforum Duisburg - Kontakt & Anreise
- Piffl Medien - Romería - Das Tagebuch meiner Mutter
- Wikipedia - Romería - Das Tagebuch meiner Mutter










