Gedenken an die Pogromnacht 1938 in Duisburg: Erinnerung braucht Haltung


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Erinnern, Haltung zeigen und gemeinsam gegen das Vergessen eintreten
Am Montag, 9. November 2026, lädt die Stadt Duisburg gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zu einer Feierstunde ins Rathaus am Burgplatz ein. Im Mittelpunkt steht das Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938 und an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.
Gedenkstunde im Duisburger Rathaus
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses Duisburg. Volker Baumann, Vorstandssprecher des MSV Museum e. V., spricht zum Thema „Schulter an Schulter – Erinnerung braucht Haltung“. Das Leitmotiv verbindet historische Verantwortung mit der Frage, wie eine demokratische Stadtgesellschaft heute für Respekt, Menschenwürde und Zusammenhalt einsteht.
Schülerinnen und Schüler gestalten das Rahmenprogramm
Ein wichtiger Bestandteil der Gedenkveranstaltung entsteht in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs, dem Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie, dem Stadtarchiv und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Die musikalische Gestaltung übernehmen traditionell Schülerinnen und Schüler des St. Hildegardis-Gymnasiums.
Schweigemarsch zu den Stolpersteinen
Nach der Feierstunde setzt sich das Gedenken im öffentlichen Raum fort. Ein Schweigemarsch führt, begleitet von Oberbürgermeister Sören Link und unter Beteiligung Duisburger Schülerinnen und Schüler, entlang von Stolpersteinen bis zur Stadtmauer am Kuhlenwall. Dort schließen eine Kranzniederlegung, Gebete und Chormusik den Abend ab.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Die Veranstaltung verbindet historische Bildungsarbeit, musikalische Beiträge und eine stille Prozession durch die Duisburger Innenstadt. Die Publikumsstimmung lebt dabei nicht von Unterhaltung, sondern von Aufmerksamkeit, Anteilnahme und der gemeinsamen Bereitschaft, Erinnerung wachzuhalten. Für die Veranstaltungsplanung bedeutet dieses Format eine klare Verbindung aus Gedenkstunde, Jugendbeteiligung und sichtbarem Zeichen gegen Antisemitismus und jede Form menschenfeindlicher Ausgrenzung.
Die Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg ist aufgrund von Ausgrabungsarbeiten nicht zugänglich. Der Abschluss an der Stadtmauer am Kuhlenwall gibt dem Schweigemarsch dennoch einen würdevollen öffentlichen Ort.
Fazit
Die Duisburger Gedenkveranstaltung bietet einen eindringlichen Abend mit historischem Vortrag, Schülerbeiträgen, Musik und Schweigemarsch. Wer gemeinsam mit anderen ein Zeichen für Erinnerung, Haltung und demokratische Verantwortung setzen möchte, erlebt am 9. November 2026 ein wichtiges Veranstaltungserlebnis im Herzen der Stadt.
Offizielle Kanäle von Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938:
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