Was haben wir gelacht: Die scharfe Comedy-Zeitreise im filmforum Duisburg


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Was haben wir gelacht: Wenn die Fernsehgeschichte plötzlich zurücklacht
Am Samstag, 3. Oktober 2026, zeigt das filmforum Duisburg den Dokumentarfilm Was haben wir gelacht. Um 15:30 Uhr geht es auf der Kinoleinwand zurück in die Unterhaltungswelt der 1990er- und frühen 2000er-Jahre – eine Zeit, in der Männer häufig die Pointen verteilten und Frauen selbst allzu oft zur Pointe gemacht wurden.
Comedy zwischen Kultmomenten und klemmenden Lachmuskeln
Hella von Sinnen, Esther Schweins, Maren Kroymann, Gaby Köster und Bettina Böttinger erzählen von ihren Erfahrungen im deutschen Fernsehen. Der Film verbindet Archivmaterial mit persönlichen Erinnerungen und stellt eine ebenso einfache wie scharfzüngige Frage: Wer durfte damals eigentlich bestimmen, worüber gelacht wurde?
Das Ergebnis ist keine harmlose Nostalgie-Revue mit Konfettifilter. Was haben wir gelacht blickt pointiert auf eine TV-Kultur, in der männlich geprägter Humor lange als Maßstab galt. Zwischen Stand-up, Satire, Fernsehshow und gesellschaftlicher Beobachtung entsteht ein dichtes Bild jener Jahre, in denen Komikerinnen und Moderatorinnen sich ihren Platz vor der Kamera erst erkämpfen mussten.
Große Namen, klare Perspektiven
Die beteiligten Künstlerinnen gehören zu den prägenden Stimmen der deutschen Comedy- und Unterhaltungsszene. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Gaby Köster, Esther Schweins und Bettina Böttinger berichten offen, reflektiert und mit spürbarem Sinn für Timing über ihre Karrieren und die Hindernisse hinter den Kulissen.
Die Publikumsreaktion dürfte dabei zwischen herzhaftem Gelächter, überraschten Blicken und nachdenklicher Stille pendeln. Genau darin liegt die Stärke des Films: Er zeigt, dass Humor nicht nur unterhält, sondern auch Macht sichtbar macht. Manche alten Fernsehbilder wirken heute wie eine Pointe mit deutlich zu langem Bart – nur leider waren sie damals keine Ausnahme.
Ein Lach-Erlebnis mit Haltung
Regie führen Eva Müller und Isabel Schneider. Die Dokumentation zeichnet die Geschichte des deutschen Unterhaltungsfernsehens aus weiblicher Perspektive nach und verbindet Comedy-Atmosphäre mit Medienkritik. Der Film fragt, wie Rollenbilder entstehen, weshalb bestimmte Witze jahrzehntelang als normal galten und wie sich die Bühnen- und Fernsehlandschaft verändert hat.
Mit einer Laufzeit von 96 Minuten bietet der Kinonachmittag in Duisburg ein konzentriertes Filmerlebnis ohne Leerlauf. Die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren. Wer Comedy, Kabarett, Satire und deutsche Fernsehgeschichte spannend findet, erlebt hier keine klassische Bühnenshow, sondern eine unterhaltsame Zeitreise mit scharfen Pointen und überraschend aktuellem Nachhall.
Fazit: Lachen, zurückblicken und neu hinhören
Was haben wir gelacht lädt dazu ein, bekannte Fernsehbilder neu zu betrachten und den eigenen Humor-Kompass kurz zu kalibrieren. Besucherinnen und Besucher erwartet ein kluger, unterhaltsamer und stellenweise entlarvender Dokumentarfilm über Frauen im Fernsehen, gesellschaftliche Rollenbilder und die Frage, wem das letzte Wort gehört. Das filmforum Duisburg liefert dafür den passenden Kinosaal – jetzt Termin vormerken und das Lach-Erlebnis live auf der großen Leinwand erleben.
Offizielle Kanäle von Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Gaby Köster, Esther Schweins und Bettina Böttinger:
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