Lügen über meine Mutter im filmforum Duisburg: Tragikomik mit Biss


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Wenn das Familienessen nach Wahrheit schmeckt: Lügen über meine Mutter im filmforum Duisburg
Ein Satz, scharf wie ein schlecht gelaunter Küchenkommentar, bringt diese Familiengeschichte ins Rollen: Cornelia ist zu dick, sagt Werner. Und Werner muss es wissen – schließlich ist er ihr Mann. Am Montag, 12. Oktober 2026, zeigt das filmforum Duisburg die tragikomische Literaturverfilmung Lügen über meine Mutter um 18:15 Uhr.
Zwischen Provinzidylle und bitterer Pointe
In der westdeutschen Provinz der 1980er-Jahre bestimmt das Körpergewicht der Mutter den Familienalltag. Werner macht Cornelias Figur zum Sündenbock für seine beruflichen Rückschläge, seinen ausbleibenden sozialen Aufstieg und die fehlende Anerkennung im Dorf. Das klingt zunächst wie eine absurde Familienposse, entwickelt sich jedoch zu einem intensiven Drama über Kontrolle, Scham und die Macht verletzender Worte.
Tragikomödie mit genauem Timing
Regisseur Aron Lehmann verbindet leise Komik mit emotionaler Wucht. Die Pointen entstehen nicht aus flotten Gags, sondern aus peinlich vertrauten Situationen, schiefen Blicken und Dialogen, bei denen das Publikum erst schmunzelt und dann kurz schluckt. Das Timing der Inszenierung lebt von diesem Wechsel: Ein kleiner Lacher öffnet die Tür, dahinter wartet die unbequeme Wahrheit.
Rosalie Thomass zwischen Stärke und Verletzlichkeit
Rosalie Thomass übernimmt die Rolle der Cornelia und schrieb auch das Drehbuch. An ihrer Seite spielen Golo Euler als Werner und Elise Lindner als Tochter Ela. Johanna Gastdorf, Juliane Köhler, Anneke Kim Sarnau und Rainer Laupichler ergänzen das Ensemble. Die Geschichte basiert auf Daniela Dröschers autobiografisch geprägtem Bestsellerroman.
Ein Kinofilm, der nach dem Abspann weiterarbeitet
Lügen über meine Mutter ist kein klassischer Comedy-Abend mit Dauerfeuer und Bühnenmikrofon. Der Humor funktioniert als präzise Beobachtung: trocken, tragikomisch und manchmal so unangenehm treffsicher, dass das Lachen im Hals stecken bleibt. Genau daraus entsteht die besondere Comedy-Atmosphäre dieses Films – ein Lach-Erlebnis mit Nachhall statt schneller Pointe zum Wegwischen.
Fazit: Ein ungewöhnlicher Kinotermin für neugierige Filmfans
Wer gesellschaftlich relevantes Kino, starke Schauspielkunst und tragikomische Geschichten mit schwarzem Humor schätzt, erlebt im filmforum Duisburg einen Filmabend mit Gesprächsstoff. Die Vorführung beginnt am 12. Oktober 2026 um 18:15 Uhr. Tickets kosten am Montag als Kinotag 7,90 Euro. Also: Platz nehmen, Popcorn sichern und beobachten, wie eine Familienlüge langsam ihre Maske verliert.
Offizielle Kanäle von Lügen über meine Mutter:
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