Lügen über meine Mutter: Tragikomisches Kino im filmforum Duisburg


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Wenn Familiengeheimnisse schwerer wiegen als die Wahrheit
Ein Satz, der sitzt wie eine schlecht gelaunte Pointe: Cornelia ist zu dick, sagt Werner. Und Werner muss es wissen, denn er ist schließlich ihr Mann. Der Film Lügen über meine Mutter erzählt eine tragikomische Familiengeschichte über Körperbilder, Macht, Schuld und die kleinen Lügen, die sich im Alltag einnisten wie Popcorn zwischen den Kinositzen.
Zwischen Familienkomödie und bitterem Drama
Am Freitag, den 9. Oktober 2026, zeigt das filmforum Duisburg den vielschichtigen deutschen Film von Regisseur Aron Lehmann. Im Mittelpunkt steht Cornelia, gespielt von Rosalie Thomass, deren Leben von den Vorwürfen ihres Ehemanns Werner geprägt wird. Tochter Ela gerät zwischen die Fronten und versucht, in einem Haushalt voller Erwartungen, Beschämung und emotionaler Verdrehungen ihren eigenen Blick auf die Wahrheit zu bewahren.
Pointen mit Nachhall statt Lachsalven auf Knopfdruck
Lügen über meine Mutter ist keine Comedy-Show mit klassischem Stand-up-Mikrofon, sondern eine tragikomische Kinogeschichte, die ihren Humor aus Beobachtung, absurden Alltagssituationen und präzisem Timing gewinnt. Das Lachen bleibt dabei immer ein wenig im Hals stecken. Genau darin liegt die Stärke des Films: Die komischen Momente öffnen eine Tür, hinter der ernste Fragen über Schönheitsideale, familiäre Macht und verletzende Sprache warten.
Starke Besetzung, scharfes Drehbuch
Rosalie Thomass übernahm nicht nur die Hauptrolle als Cornelia, sondern schrieb auch das Drehbuch. Golo Euler verkörpert Werner, Elise Lindner spielt Tochter Ela. Zum Ensemble gehören außerdem Johanna Gastdorf, Juliane Köhler, Anneke Kim Sarnau und Rainer Laupichler. Die Regie führt Aron Lehmann. Der Film basiert auf dem gleichnamigen autobiografisch geprägten Bestseller von Daniela Dröscher und wurde unter anderem mit Beteiligung von TOBIS und dem ZDF produziert.
Kinosaal statt Kommentarspalte
Die Comedy-Atmosphäre entsteht hier nicht durch Dauerfeuer, sondern durch genaue Beobachtung: ein Blick, ein Schweigen, eine beiläufige Bemerkung mit maximaler Sprengkraft. Das Publikum erlebt ein Lach-Erlebnis mit tragischem Unterton, starke Bühnen- beziehungsweise Leinwandpräsenz und eine Familiengeschichte, deren Timing manchmal komisch, oft unangenehm und immer menschlich wirkt.
Fazit: Ein Filmabend, der im Kopf weiterläuft
Wer tragikomische Filme, gesellschaftliche Themen und pointierte Familiengeschichten mag, findet in Lügen über meine Mutter weit mehr als leichte Unterhaltung. Das filmforum lädt zu einem Abend ein, der zum Lachen, Nachdenken und Diskutieren anregt. Also Platz nehmen, Popcorn sichern und beobachten, wie aus einer scheinbar einfachen Behauptung ein ganzes Familienuniversum entsteht.
Offizielle Kanäle von Lügen über meine Mutter:
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