
Duisburg
Karmelpl. 1-3, 47051 Duisburg, Deutschland
Karmel Duisburg - Kirche am Innenhafen | Geschichte & Anfahrt
Die Karmel Duisburg - Kirche am Innenhafen ist ein Ort, an dem sich Geschichte, Spiritualität und gelebte Gegenwart auf besondere Weise begegnen. Wer den Weg zum Karmelplatz 1-3 findet, steht nicht vor einer gewöhnlichen Kirchenadresse, sondern vor einer offenen Personalgemeinde, die sich bewusst als Gemeinde auf dem Weg versteht. Hier geht es um mehr als um ein Gotteshaus mit festen Mauern und festen Zeiten. Der Ort lebt von Stille, Begegnung, Gebet, Musik, Gespräch und einer Haltung, die Gastfreundschaft nicht nur verspricht, sondern jeden Tag praktiziert. Die Kirche ist ganztags geöffnet und wird täglich von vielen Menschen aufgesucht. Gerade das macht sie für Suchende, Besucher, Gläubige und Neugierige gleichermaßen interessant. In der Karmelkirche verschränken sich die lange Linie des christlichen Lebens in Duisburg, die franziskanisch-karmelitanische Prägung und eine heutige Gemeindekultur, die offen, lernend und vielfältig ist. Wer die Kirche betritt, erlebt einen Raum, der historische Spuren nicht versteckt, sondern sichtbar macht: alte und neue Bauformen, Krypta und Meditationsraum, Erinnerungszeichen, Kunst und Alltag. Gleichzeitig ist die Karmelgemeinde keine abgeschlossene Insel, sondern ein lebendiges Netzwerk aus Gottesdiensten, Gesprächskreisen, Gruppen, spirituellen Angeboten und mehrsprachigen Feiern. Dadurch ist die Kirche am Innenhafen nicht nur ein Ort zum Anschauen, sondern ein Ort, an dem man verweilen, mitbeten und sich wiederfinden kann. Gerade diese Mischung aus historischer Tiefe und zeitgemäßer Offenheit prägt den besonderen Charakter des Hauses am Duisburger Innenhafen. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/willkommen/))
Geschichte der Karmelkirche am Innenhafen
Die Geschichte dieses Ortes reicht weit zurück und beginnt im 13. Jahrhundert, als die Minderbrüder, später Franziskaner genannt, in Duisburg auftauchten. Die heutige Bezeichnung Minoritenkirche verweist auf diese Anfänge und auf eine Ordensbewegung, die bewusst auf Einfachheit, Nähe zu den Menschen und ein Leben aus der Armut setzte. Dass die Brüder sich mitten in der Stadt ansiedelten, war Ausdruck eines neuen geistlichen Stils. In Duisburg erhielten sie ein Grundstück nahe der damaligen Stadtmitte, nur wenige Schritte von der Salvatorkirche entfernt. Sie bauten ein Kloster, ein Spital und eine Kirche. Schon früh war die Geschichte von Umbrüchen geprägt: Ein Stadtbrand im Jahr 1283 zerstörte auch die junge Baustelle der Minoriten, danach begann der Wiederaufbau. Im 16. Jahrhundert änderte sich das religiöse Gesicht der Stadt, doch die kleine Kirche blieb katholisch und wurde zum Treffpunkt der katholischen Bevölkerung. Im 18. Jahrhundert erhielt das Gotteshaus eine Erweiterung nach Westen, und um 1775 kam eine Krypta hinzu, die ursprünglich als Totenkeller diente. 1832 wurde das Kloster mangels Nachwuchs aufgelöst, das Bistum Münster übernahm die Kirche, und aus dem Ordensort wurde eine Pfarrkirche. Später entstand am selben Ort die große Liebfrauenkirche, die 1896 eingeweiht wurde und mit Platz für annähernd dreitausend Menschen zu den größten Kirchen Duisburgs gehörte. Die Bombenangriffe von 1942 und 1943 zerstörten dieses Ensemble fast vollständig. Nach dem Krieg begann auf denselben Grundstücken ein neuer Abschnitt: Franz Hengsbach suchte Ordensleute für das Ruhrgebiet, Karmeliter aus den Niederlanden kamen ins Gespräch, und auf den alten Mauern entstand eine neue Klosterkirche. Der Architekt Heinz Thoma übernahm den historischen Grundriss und verband ihn mit neuen Elementen der Nachkriegszeit. So wurde aus dem Wiederaufbau kein bloßer Ersatzbau, sondern ein bewusster Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. 2002 verließen die letzten Schwestern den Ort, 2006 wurde die Karmelgemeinde zur Personalgemeinde, und seit 2008 erinnern Stelen mit den Bildern von Edith Stein und Titus Brandsma am Eingang an zwei Karmel-Heilige des 20. Jahrhunderts. Die Kirche erzählt damit nicht nur Geschichte, sie lebt aus ihr weiter. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/blick-in-die-geschichte-karmel-duisburg/2/))
Gottesdienste, Taizé und Zeit der Stille
Wer die Karmelkirche am Innenhafen besucht, trifft auf eine Gemeinde, deren geistliches Leben bewusst breit angelegt ist. Das Sonntagsleben der Gemeinde beginnt regelmäßig mit der Eucharistiefeier um 11:00 Uhr, die in der Regel auch online angeboten wird. Dazu kommen weitere Formen wie Wortgottesfeiern, Familiengottesdienste und die Eucharistiefeier am Donnerstag, die meist am zweiten Donnerstag im Monat stattfindet. Ein besonderer Fixpunkt ist der Taizé-Gottesdienst am ersten Samstag im Monat um 18:00 Uhr. Ergänzt wird dieses Angebot durch Werktagsformen, die Ruhe und Innerlichkeit in den Mittelpunkt stellen. Die Zeit der Stille findet von Montag bis Samstag jeweils um 12:00 Uhr statt und passt sehr gut zu einem Ort, der mitten in der Stadt doch einen Gegenpol zur Hektik anbietet. Am Freitag lädt Wege in die Stille zur Kontemplation ein, und am Dienstagabend gibt es Zen-Kontemplation sowie an manchen Terminen Tanzen und Schweigen. Solche Angebote zeigen, dass die Karmelgemeinde nicht nur ein Ort klassischer Messfeiern ist, sondern ein Raum für unterschiedliche Zugänge zum Glauben. Hinzu kommen die Feiern der kroatischen Gemeinde jeden Sonntag und Dienstag sowie die monatlichen Gottesdienste der ungarischen Gemeinde. Auch tamilische Gottesdienste gehören zum Profil des Ortes und zeigen, wie stark die Kirche als Ort des Zusammenkommens über Sprachgrenzen hinweg funktioniert. Die Gemeinde ist damit kein statischer Raum, sondern ein liturgisches Mosaik, das unterschiedliche Traditionen ernst nimmt. Dass sich der Ort an verschiedene Menschen richtet, spiegelt auch die Selbstbeschreibung der Gemeinde wider: Sie versteht sich als Personalgemeinde, die in Tradition und Veränderung lebt, Offenheit mit Glauben verbindet und Vielfalt nicht als Ausnahme, sondern als Normalität begreift. Für Besucher ist das ein großer Vorteil, weil sich der Charakter der Kirche nicht in einem einzigen Programmpunkt erschöpft. Man kann hier zur Messe kommen, zur Stille verweilen, ein Gespräch suchen, eine Taizé-Atmosphäre erleben oder einfach den Raum auf sich wirken lassen. Gerade diese geistliche Mehrstimmigkeit macht den Reiz des Hauses aus und verleiht dem Begriff Kirche am Innenhafen einen sehr konkreten Inhalt. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/terminvorschau-2/gottesdienste/))
Anfahrt, Parken und Weg zum Karmelplatz
Die Lage der Karmelkirche ist zentral und zugleich etwas versteckt genug, um den Weg dorthin als kleinen Stadtrundgang zu erleben. Die offizielle Anschrift lautet Karmelplatz 1-3, 47051 Duisburg. Wer mit dem Auto anreist, folgt laut Wegbeschreibung zunächst den großen Verkehrsachsen über A3, A40 und A59 in Richtung Duisburg-Zentrum beziehungsweise Duissern. Nach der Ausfahrt Duissern geht es über die Kardinal-Galen-Straße weiter, bis rechts Rathaus und Salvatorkirche liegen. Dort befindet sich auch ein großer Parkplatz am Burgplatz. Von dort führt der Fußweg weiter: Man geht an der Salvatorkirche vorbei, biegt an einem Gartenzaun rechts auf einen Weg ab, steigt eine Treppe hinauf und überquert die Straße. Dann steht man bereits auf dem Karmelplatz. Diese Beschreibung zeigt gut, dass die Kirche in ein städtisches Ensemble eingebettet ist und nicht isoliert auf einer freien Fläche liegt. Das macht den Weg reizvoll, verlangt aber auch Aufmerksamkeit, weil man den letzten Abschnitt zu Fuß zurücklegt. Wer lieber den öffentlichen Nahverkehr nutzt, fährt vom Hauptbahnhof mit der U-Bahn 901 Richtung Ruhrort oder Hamborn bis zur Haltestelle Rathaus. Dort nimmt man den Ausgang am Rathaus, geht rechts hinter dem Gebäude entlang in die Brüderstraße und gelangt so zum Karmelplatz. Für Besucher ist außerdem wichtig zu wissen, dass sich die Kirche in direkter Nachbarschaft zu Rathaus und Salvatorkirche befindet. Diese Lage erleichtert die Orientierung, wenn man den Innenhafen oder die Duisburger Innenstadt bereits kennt. Aus Sicht der Suchbegriffe ist genau dieser Punkt relevant: Viele Menschen suchen nicht nur die Kirche selbst, sondern auch nach Karmelplatz, Anfahrt, Parken und Wegbeschreibung. Die offiziellen Angaben liefern dafür klare und praktische Orientierung. Wer also einen Gottesdienst, einen Besuch in Stille, einen Termin im Karmelbüro oder einen Stadtspaziergang plant, kann die Anreise gut vorbereiten. Die Karmelkirche ist damit eine Innenstadtlocation, die sich bewusst urban präsentiert: gut erreichbar, aber mit einem letzten Wegstück, das schon auf den besonderen Charakter des Ortes einstimmt. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/kontakt/))
Krypta, Meditationsraum und besondere Architektur
Architektonisch ist die Karmelkirche am Innenhafen ein ausgesprochen spannender Ort, weil sich hier viele Zeitschichten überlagern. Schon außen fällt auf, dass Tuffstein und Betonkonstruktionen der Sechziger Jahre aufeinandertreffen. In den Fenstern begegnen sich mittelalterliche Formen wie Spitzbögen und die sachliche Geometrie der Nachkriegsarchitektur mit Rechtecken, Dreiecken, Kreisen und Quadraten. Besonders markant sind die 570 Rundfenster in der Südwand, die in Betonquadrate eingefasst sind. Innen ist der Bau ebenso ungewöhnlich, weil sich Kirchenschiff, Dachkonstruktion und Chorraum nicht streng symmetrisch fügen. Der asymmetrische Grundriss erinnert daran, dass dieser Ort mehrfach zerstört, verändert und neu gedacht wurde. Die Kirche ist nach Osten ausgerichtet, also geostet, und ihr Chor weist in Richtung der aufgehenden Sonne und symbolisch in Richtung Jerusalem. Der Blick in den Raum zeigt außerdem, wie bewusst mit historischen Elementen gearbeitet wurde: Das Gewölbe des Chorraums erinnert an mittelalterliche Wurzeln, während der hölzerne Dachstuhl über dem Hauptschiff an die franziskanische Einfachheit der Minoriten denken lässt. Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Foyer. Dort führt eine Tür mit dem Wort Shalom / Frieden in 43 Sprachen in einen Raum, der für Aktivitäten der Kommunität und der Gemeinde gedacht ist. Gerade dieser Eingang ist ein starkes Zeichen der Offenheit, weil er sprachliche Vielfalt sichtbar macht, noch bevor man den Kirchenraum betritt. Hinzu kommen der Meditationsraum und die Sakristei. Der Meditationsraum wird für kleinere Gottesdienste, Meditationen, Kinderkatechese und liturgische Treffen genutzt. Hinter dem Altar liegt der Chorraum, der ursprünglich für die Schwestern geschaffen wurde und heute auch dem Karmel-Chor dient. Wenn an hohen Festtagen der Kirchenraum voll ist, bietet er zusätzlichen Platz für Gottesdienstbesucher. Die Krypta liegt unter dem Altarraum und bewahrt den Bezug zur langen Geschichte des Hauses. Sie kann nach Anmeldung oder bei gelegentlichen Kirchenführungen besichtigt werden. Auf diese Weise wird die Karmelkirche zu einem Ort, an dem Architektur nicht bloß Kulisse ist, sondern eine theologische und biografische Erzählung. Die Baustoffe, Ebenen und Übergänge zeigen, dass hier nie einfach nur neu gebaut wurde, sondern dass Geschichte immer wieder in den Raum eingeschrieben wurde. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/blick-in-die-geschichte-karmel-duisburg/))
Personalgemeinde, Gruppen und offene Kirche
Die Karmel Duisburg - Kirche am Innenhafen ist nicht nur ein Gebäude, sondern eine Gemeindeform mit eigenem Profil. Auf der Internetseite beschreibt sich die Karmelgemeinde als durch karmelitanische Spiritualität geprägt, als Personalgemeinde und als Gemeinschaft, die Formen einer ehrenamtlich getragenen Gemeindeleitung erprobt. Genau das prägt den Alltag vor Ort. Die Gemeinde versteht sich als Weggemeinschaft, in der Tradition und Veränderung, Lernen und Annehmen, Offenheit und Begegnung zusammengehören. Auch die historische Entwicklung passt zu diesem Selbstverständnis: Die heutigen Mitglieder kommen nicht nur aus der direkten Nachbarschaft, sondern aus verschiedenen Duisburger Stadtteilen und auch aus benachbarten Städten. Das heißt für Besucher, dass die Kirche mehr als eine reine Wohngebietsgemeinde ist. Sie ist ein geistlicher Sammelpunkt für Menschen mit unterschiedlichen Wegen, Erfahrungen und Erwartungen. Praktisch zeigt sich das in den zahlreichen Gruppen und Angeboten: Karmel-Chor, Bibelkreise, geistliche Begleitung, Selbsthilfe-Gruppen, Sprechzeit, Begegnung, Kontemplation, Taizé, Tanz und Bildungsangebote. Diese Vielfalt macht die Kirche am Innenhafen zu einem Ort, an dem man nicht nur ankommt, sondern auch andocken kann. Besonders wichtig ist dabei die offene Kirche: Ganztags geöffnet, täglich besucht, mit Fürbittenbuch, das persönliche Anliegen aufnimmt. Damit wird aus dem Kirchenraum ein Raum des stillen Dialogs. Die Menschen können eigene Gedanken eintragen, eine Kerze entzünden, verweilen oder einfach den Raum wirken lassen. Dieses offene Konzept ist ein echter Standortvorteil, weil es die Kirche auch für Menschen attraktiv macht, die nicht primär eine klassische Pfarrkirche suchen, sondern einen Ort für Ruhe, Kunst, Geschichte oder eine kurze Unterbrechung im Alltag. Die Gemeinde organisiert sich außerdem mit festen Bürozeiten und einem Karmelteam, das die Leitung wahrnimmt. Auch das passt zu einem Ort, der Beteiligung statt Distanz fördert. Wer die Karmelkirche besucht, erlebt deshalb nicht nur ein Denkmal oder ein schönes Gotteshaus, sondern eine lebendige, sozial und spirituell aktive Gemeinschaft. Die Kombination aus historischer Tiefe, offener Tür, spiritueller Vielfalt und gemeinschaftlichem Engagement erklärt, warum die Karmelkirche am Innenhafen für Duisburg eine so besondere Adresse ist. Sie verbindet Erinnerung mit Gegenwart, Stille mit Bewegung und kirchliche Kontinuität mit einem sehr heutigen Gemeindeleben. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/willkommen/))
Quellen:
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Karmel Duisburg - Kirche am Innenhafen | Geschichte & Anfahrt
Die Karmel Duisburg - Kirche am Innenhafen ist ein Ort, an dem sich Geschichte, Spiritualität und gelebte Gegenwart auf besondere Weise begegnen. Wer den Weg zum Karmelplatz 1-3 findet, steht nicht vor einer gewöhnlichen Kirchenadresse, sondern vor einer offenen Personalgemeinde, die sich bewusst als Gemeinde auf dem Weg versteht. Hier geht es um mehr als um ein Gotteshaus mit festen Mauern und festen Zeiten. Der Ort lebt von Stille, Begegnung, Gebet, Musik, Gespräch und einer Haltung, die Gastfreundschaft nicht nur verspricht, sondern jeden Tag praktiziert. Die Kirche ist ganztags geöffnet und wird täglich von vielen Menschen aufgesucht. Gerade das macht sie für Suchende, Besucher, Gläubige und Neugierige gleichermaßen interessant. In der Karmelkirche verschränken sich die lange Linie des christlichen Lebens in Duisburg, die franziskanisch-karmelitanische Prägung und eine heutige Gemeindekultur, die offen, lernend und vielfältig ist. Wer die Kirche betritt, erlebt einen Raum, der historische Spuren nicht versteckt, sondern sichtbar macht: alte und neue Bauformen, Krypta und Meditationsraum, Erinnerungszeichen, Kunst und Alltag. Gleichzeitig ist die Karmelgemeinde keine abgeschlossene Insel, sondern ein lebendiges Netzwerk aus Gottesdiensten, Gesprächskreisen, Gruppen, spirituellen Angeboten und mehrsprachigen Feiern. Dadurch ist die Kirche am Innenhafen nicht nur ein Ort zum Anschauen, sondern ein Ort, an dem man verweilen, mitbeten und sich wiederfinden kann. Gerade diese Mischung aus historischer Tiefe und zeitgemäßer Offenheit prägt den besonderen Charakter des Hauses am Duisburger Innenhafen. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/willkommen/))
Geschichte der Karmelkirche am Innenhafen
Die Geschichte dieses Ortes reicht weit zurück und beginnt im 13. Jahrhundert, als die Minderbrüder, später Franziskaner genannt, in Duisburg auftauchten. Die heutige Bezeichnung Minoritenkirche verweist auf diese Anfänge und auf eine Ordensbewegung, die bewusst auf Einfachheit, Nähe zu den Menschen und ein Leben aus der Armut setzte. Dass die Brüder sich mitten in der Stadt ansiedelten, war Ausdruck eines neuen geistlichen Stils. In Duisburg erhielten sie ein Grundstück nahe der damaligen Stadtmitte, nur wenige Schritte von der Salvatorkirche entfernt. Sie bauten ein Kloster, ein Spital und eine Kirche. Schon früh war die Geschichte von Umbrüchen geprägt: Ein Stadtbrand im Jahr 1283 zerstörte auch die junge Baustelle der Minoriten, danach begann der Wiederaufbau. Im 16. Jahrhundert änderte sich das religiöse Gesicht der Stadt, doch die kleine Kirche blieb katholisch und wurde zum Treffpunkt der katholischen Bevölkerung. Im 18. Jahrhundert erhielt das Gotteshaus eine Erweiterung nach Westen, und um 1775 kam eine Krypta hinzu, die ursprünglich als Totenkeller diente. 1832 wurde das Kloster mangels Nachwuchs aufgelöst, das Bistum Münster übernahm die Kirche, und aus dem Ordensort wurde eine Pfarrkirche. Später entstand am selben Ort die große Liebfrauenkirche, die 1896 eingeweiht wurde und mit Platz für annähernd dreitausend Menschen zu den größten Kirchen Duisburgs gehörte. Die Bombenangriffe von 1942 und 1943 zerstörten dieses Ensemble fast vollständig. Nach dem Krieg begann auf denselben Grundstücken ein neuer Abschnitt: Franz Hengsbach suchte Ordensleute für das Ruhrgebiet, Karmeliter aus den Niederlanden kamen ins Gespräch, und auf den alten Mauern entstand eine neue Klosterkirche. Der Architekt Heinz Thoma übernahm den historischen Grundriss und verband ihn mit neuen Elementen der Nachkriegszeit. So wurde aus dem Wiederaufbau kein bloßer Ersatzbau, sondern ein bewusster Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. 2002 verließen die letzten Schwestern den Ort, 2006 wurde die Karmelgemeinde zur Personalgemeinde, und seit 2008 erinnern Stelen mit den Bildern von Edith Stein und Titus Brandsma am Eingang an zwei Karmel-Heilige des 20. Jahrhunderts. Die Kirche erzählt damit nicht nur Geschichte, sie lebt aus ihr weiter. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/blick-in-die-geschichte-karmel-duisburg/2/))
Gottesdienste, Taizé und Zeit der Stille
Wer die Karmelkirche am Innenhafen besucht, trifft auf eine Gemeinde, deren geistliches Leben bewusst breit angelegt ist. Das Sonntagsleben der Gemeinde beginnt regelmäßig mit der Eucharistiefeier um 11:00 Uhr, die in der Regel auch online angeboten wird. Dazu kommen weitere Formen wie Wortgottesfeiern, Familiengottesdienste und die Eucharistiefeier am Donnerstag, die meist am zweiten Donnerstag im Monat stattfindet. Ein besonderer Fixpunkt ist der Taizé-Gottesdienst am ersten Samstag im Monat um 18:00 Uhr. Ergänzt wird dieses Angebot durch Werktagsformen, die Ruhe und Innerlichkeit in den Mittelpunkt stellen. Die Zeit der Stille findet von Montag bis Samstag jeweils um 12:00 Uhr statt und passt sehr gut zu einem Ort, der mitten in der Stadt doch einen Gegenpol zur Hektik anbietet. Am Freitag lädt Wege in die Stille zur Kontemplation ein, und am Dienstagabend gibt es Zen-Kontemplation sowie an manchen Terminen Tanzen und Schweigen. Solche Angebote zeigen, dass die Karmelgemeinde nicht nur ein Ort klassischer Messfeiern ist, sondern ein Raum für unterschiedliche Zugänge zum Glauben. Hinzu kommen die Feiern der kroatischen Gemeinde jeden Sonntag und Dienstag sowie die monatlichen Gottesdienste der ungarischen Gemeinde. Auch tamilische Gottesdienste gehören zum Profil des Ortes und zeigen, wie stark die Kirche als Ort des Zusammenkommens über Sprachgrenzen hinweg funktioniert. Die Gemeinde ist damit kein statischer Raum, sondern ein liturgisches Mosaik, das unterschiedliche Traditionen ernst nimmt. Dass sich der Ort an verschiedene Menschen richtet, spiegelt auch die Selbstbeschreibung der Gemeinde wider: Sie versteht sich als Personalgemeinde, die in Tradition und Veränderung lebt, Offenheit mit Glauben verbindet und Vielfalt nicht als Ausnahme, sondern als Normalität begreift. Für Besucher ist das ein großer Vorteil, weil sich der Charakter der Kirche nicht in einem einzigen Programmpunkt erschöpft. Man kann hier zur Messe kommen, zur Stille verweilen, ein Gespräch suchen, eine Taizé-Atmosphäre erleben oder einfach den Raum auf sich wirken lassen. Gerade diese geistliche Mehrstimmigkeit macht den Reiz des Hauses aus und verleiht dem Begriff Kirche am Innenhafen einen sehr konkreten Inhalt. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/terminvorschau-2/gottesdienste/))
Anfahrt, Parken und Weg zum Karmelplatz
Die Lage der Karmelkirche ist zentral und zugleich etwas versteckt genug, um den Weg dorthin als kleinen Stadtrundgang zu erleben. Die offizielle Anschrift lautet Karmelplatz 1-3, 47051 Duisburg. Wer mit dem Auto anreist, folgt laut Wegbeschreibung zunächst den großen Verkehrsachsen über A3, A40 und A59 in Richtung Duisburg-Zentrum beziehungsweise Duissern. Nach der Ausfahrt Duissern geht es über die Kardinal-Galen-Straße weiter, bis rechts Rathaus und Salvatorkirche liegen. Dort befindet sich auch ein großer Parkplatz am Burgplatz. Von dort führt der Fußweg weiter: Man geht an der Salvatorkirche vorbei, biegt an einem Gartenzaun rechts auf einen Weg ab, steigt eine Treppe hinauf und überquert die Straße. Dann steht man bereits auf dem Karmelplatz. Diese Beschreibung zeigt gut, dass die Kirche in ein städtisches Ensemble eingebettet ist und nicht isoliert auf einer freien Fläche liegt. Das macht den Weg reizvoll, verlangt aber auch Aufmerksamkeit, weil man den letzten Abschnitt zu Fuß zurücklegt. Wer lieber den öffentlichen Nahverkehr nutzt, fährt vom Hauptbahnhof mit der U-Bahn 901 Richtung Ruhrort oder Hamborn bis zur Haltestelle Rathaus. Dort nimmt man den Ausgang am Rathaus, geht rechts hinter dem Gebäude entlang in die Brüderstraße und gelangt so zum Karmelplatz. Für Besucher ist außerdem wichtig zu wissen, dass sich die Kirche in direkter Nachbarschaft zu Rathaus und Salvatorkirche befindet. Diese Lage erleichtert die Orientierung, wenn man den Innenhafen oder die Duisburger Innenstadt bereits kennt. Aus Sicht der Suchbegriffe ist genau dieser Punkt relevant: Viele Menschen suchen nicht nur die Kirche selbst, sondern auch nach Karmelplatz, Anfahrt, Parken und Wegbeschreibung. Die offiziellen Angaben liefern dafür klare und praktische Orientierung. Wer also einen Gottesdienst, einen Besuch in Stille, einen Termin im Karmelbüro oder einen Stadtspaziergang plant, kann die Anreise gut vorbereiten. Die Karmelkirche ist damit eine Innenstadtlocation, die sich bewusst urban präsentiert: gut erreichbar, aber mit einem letzten Wegstück, das schon auf den besonderen Charakter des Ortes einstimmt. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/kontakt/))
Krypta, Meditationsraum und besondere Architektur
Architektonisch ist die Karmelkirche am Innenhafen ein ausgesprochen spannender Ort, weil sich hier viele Zeitschichten überlagern. Schon außen fällt auf, dass Tuffstein und Betonkonstruktionen der Sechziger Jahre aufeinandertreffen. In den Fenstern begegnen sich mittelalterliche Formen wie Spitzbögen und die sachliche Geometrie der Nachkriegsarchitektur mit Rechtecken, Dreiecken, Kreisen und Quadraten. Besonders markant sind die 570 Rundfenster in der Südwand, die in Betonquadrate eingefasst sind. Innen ist der Bau ebenso ungewöhnlich, weil sich Kirchenschiff, Dachkonstruktion und Chorraum nicht streng symmetrisch fügen. Der asymmetrische Grundriss erinnert daran, dass dieser Ort mehrfach zerstört, verändert und neu gedacht wurde. Die Kirche ist nach Osten ausgerichtet, also geostet, und ihr Chor weist in Richtung der aufgehenden Sonne und symbolisch in Richtung Jerusalem. Der Blick in den Raum zeigt außerdem, wie bewusst mit historischen Elementen gearbeitet wurde: Das Gewölbe des Chorraums erinnert an mittelalterliche Wurzeln, während der hölzerne Dachstuhl über dem Hauptschiff an die franziskanische Einfachheit der Minoriten denken lässt. Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Foyer. Dort führt eine Tür mit dem Wort Shalom / Frieden in 43 Sprachen in einen Raum, der für Aktivitäten der Kommunität und der Gemeinde gedacht ist. Gerade dieser Eingang ist ein starkes Zeichen der Offenheit, weil er sprachliche Vielfalt sichtbar macht, noch bevor man den Kirchenraum betritt. Hinzu kommen der Meditationsraum und die Sakristei. Der Meditationsraum wird für kleinere Gottesdienste, Meditationen, Kinderkatechese und liturgische Treffen genutzt. Hinter dem Altar liegt der Chorraum, der ursprünglich für die Schwestern geschaffen wurde und heute auch dem Karmel-Chor dient. Wenn an hohen Festtagen der Kirchenraum voll ist, bietet er zusätzlichen Platz für Gottesdienstbesucher. Die Krypta liegt unter dem Altarraum und bewahrt den Bezug zur langen Geschichte des Hauses. Sie kann nach Anmeldung oder bei gelegentlichen Kirchenführungen besichtigt werden. Auf diese Weise wird die Karmelkirche zu einem Ort, an dem Architektur nicht bloß Kulisse ist, sondern eine theologische und biografische Erzählung. Die Baustoffe, Ebenen und Übergänge zeigen, dass hier nie einfach nur neu gebaut wurde, sondern dass Geschichte immer wieder in den Raum eingeschrieben wurde. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/blick-in-die-geschichte-karmel-duisburg/))
Personalgemeinde, Gruppen und offene Kirche
Die Karmel Duisburg - Kirche am Innenhafen ist nicht nur ein Gebäude, sondern eine Gemeindeform mit eigenem Profil. Auf der Internetseite beschreibt sich die Karmelgemeinde als durch karmelitanische Spiritualität geprägt, als Personalgemeinde und als Gemeinschaft, die Formen einer ehrenamtlich getragenen Gemeindeleitung erprobt. Genau das prägt den Alltag vor Ort. Die Gemeinde versteht sich als Weggemeinschaft, in der Tradition und Veränderung, Lernen und Annehmen, Offenheit und Begegnung zusammengehören. Auch die historische Entwicklung passt zu diesem Selbstverständnis: Die heutigen Mitglieder kommen nicht nur aus der direkten Nachbarschaft, sondern aus verschiedenen Duisburger Stadtteilen und auch aus benachbarten Städten. Das heißt für Besucher, dass die Kirche mehr als eine reine Wohngebietsgemeinde ist. Sie ist ein geistlicher Sammelpunkt für Menschen mit unterschiedlichen Wegen, Erfahrungen und Erwartungen. Praktisch zeigt sich das in den zahlreichen Gruppen und Angeboten: Karmel-Chor, Bibelkreise, geistliche Begleitung, Selbsthilfe-Gruppen, Sprechzeit, Begegnung, Kontemplation, Taizé, Tanz und Bildungsangebote. Diese Vielfalt macht die Kirche am Innenhafen zu einem Ort, an dem man nicht nur ankommt, sondern auch andocken kann. Besonders wichtig ist dabei die offene Kirche: Ganztags geöffnet, täglich besucht, mit Fürbittenbuch, das persönliche Anliegen aufnimmt. Damit wird aus dem Kirchenraum ein Raum des stillen Dialogs. Die Menschen können eigene Gedanken eintragen, eine Kerze entzünden, verweilen oder einfach den Raum wirken lassen. Dieses offene Konzept ist ein echter Standortvorteil, weil es die Kirche auch für Menschen attraktiv macht, die nicht primär eine klassische Pfarrkirche suchen, sondern einen Ort für Ruhe, Kunst, Geschichte oder eine kurze Unterbrechung im Alltag. Die Gemeinde organisiert sich außerdem mit festen Bürozeiten und einem Karmelteam, das die Leitung wahrnimmt. Auch das passt zu einem Ort, der Beteiligung statt Distanz fördert. Wer die Karmelkirche besucht, erlebt deshalb nicht nur ein Denkmal oder ein schönes Gotteshaus, sondern eine lebendige, sozial und spirituell aktive Gemeinschaft. Die Kombination aus historischer Tiefe, offener Tür, spiritueller Vielfalt und gemeinschaftlichem Engagement erklärt, warum die Karmelkirche am Innenhafen für Duisburg eine so besondere Adresse ist. Sie verbindet Erinnerung mit Gegenwart, Stille mit Bewegung und kirchliche Kontinuität mit einem sehr heutigen Gemeindeleben. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/willkommen/))
Quellen:
Karmel Duisburg - Kirche am Innenhafen | Geschichte & Anfahrt
Die Karmel Duisburg - Kirche am Innenhafen ist ein Ort, an dem sich Geschichte, Spiritualität und gelebte Gegenwart auf besondere Weise begegnen. Wer den Weg zum Karmelplatz 1-3 findet, steht nicht vor einer gewöhnlichen Kirchenadresse, sondern vor einer offenen Personalgemeinde, die sich bewusst als Gemeinde auf dem Weg versteht. Hier geht es um mehr als um ein Gotteshaus mit festen Mauern und festen Zeiten. Der Ort lebt von Stille, Begegnung, Gebet, Musik, Gespräch und einer Haltung, die Gastfreundschaft nicht nur verspricht, sondern jeden Tag praktiziert. Die Kirche ist ganztags geöffnet und wird täglich von vielen Menschen aufgesucht. Gerade das macht sie für Suchende, Besucher, Gläubige und Neugierige gleichermaßen interessant. In der Karmelkirche verschränken sich die lange Linie des christlichen Lebens in Duisburg, die franziskanisch-karmelitanische Prägung und eine heutige Gemeindekultur, die offen, lernend und vielfältig ist. Wer die Kirche betritt, erlebt einen Raum, der historische Spuren nicht versteckt, sondern sichtbar macht: alte und neue Bauformen, Krypta und Meditationsraum, Erinnerungszeichen, Kunst und Alltag. Gleichzeitig ist die Karmelgemeinde keine abgeschlossene Insel, sondern ein lebendiges Netzwerk aus Gottesdiensten, Gesprächskreisen, Gruppen, spirituellen Angeboten und mehrsprachigen Feiern. Dadurch ist die Kirche am Innenhafen nicht nur ein Ort zum Anschauen, sondern ein Ort, an dem man verweilen, mitbeten und sich wiederfinden kann. Gerade diese Mischung aus historischer Tiefe und zeitgemäßer Offenheit prägt den besonderen Charakter des Hauses am Duisburger Innenhafen. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/willkommen/))
Geschichte der Karmelkirche am Innenhafen
Die Geschichte dieses Ortes reicht weit zurück und beginnt im 13. Jahrhundert, als die Minderbrüder, später Franziskaner genannt, in Duisburg auftauchten. Die heutige Bezeichnung Minoritenkirche verweist auf diese Anfänge und auf eine Ordensbewegung, die bewusst auf Einfachheit, Nähe zu den Menschen und ein Leben aus der Armut setzte. Dass die Brüder sich mitten in der Stadt ansiedelten, war Ausdruck eines neuen geistlichen Stils. In Duisburg erhielten sie ein Grundstück nahe der damaligen Stadtmitte, nur wenige Schritte von der Salvatorkirche entfernt. Sie bauten ein Kloster, ein Spital und eine Kirche. Schon früh war die Geschichte von Umbrüchen geprägt: Ein Stadtbrand im Jahr 1283 zerstörte auch die junge Baustelle der Minoriten, danach begann der Wiederaufbau. Im 16. Jahrhundert änderte sich das religiöse Gesicht der Stadt, doch die kleine Kirche blieb katholisch und wurde zum Treffpunkt der katholischen Bevölkerung. Im 18. Jahrhundert erhielt das Gotteshaus eine Erweiterung nach Westen, und um 1775 kam eine Krypta hinzu, die ursprünglich als Totenkeller diente. 1832 wurde das Kloster mangels Nachwuchs aufgelöst, das Bistum Münster übernahm die Kirche, und aus dem Ordensort wurde eine Pfarrkirche. Später entstand am selben Ort die große Liebfrauenkirche, die 1896 eingeweiht wurde und mit Platz für annähernd dreitausend Menschen zu den größten Kirchen Duisburgs gehörte. Die Bombenangriffe von 1942 und 1943 zerstörten dieses Ensemble fast vollständig. Nach dem Krieg begann auf denselben Grundstücken ein neuer Abschnitt: Franz Hengsbach suchte Ordensleute für das Ruhrgebiet, Karmeliter aus den Niederlanden kamen ins Gespräch, und auf den alten Mauern entstand eine neue Klosterkirche. Der Architekt Heinz Thoma übernahm den historischen Grundriss und verband ihn mit neuen Elementen der Nachkriegszeit. So wurde aus dem Wiederaufbau kein bloßer Ersatzbau, sondern ein bewusster Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. 2002 verließen die letzten Schwestern den Ort, 2006 wurde die Karmelgemeinde zur Personalgemeinde, und seit 2008 erinnern Stelen mit den Bildern von Edith Stein und Titus Brandsma am Eingang an zwei Karmel-Heilige des 20. Jahrhunderts. Die Kirche erzählt damit nicht nur Geschichte, sie lebt aus ihr weiter. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/blick-in-die-geschichte-karmel-duisburg/2/))
Gottesdienste, Taizé und Zeit der Stille
Wer die Karmelkirche am Innenhafen besucht, trifft auf eine Gemeinde, deren geistliches Leben bewusst breit angelegt ist. Das Sonntagsleben der Gemeinde beginnt regelmäßig mit der Eucharistiefeier um 11:00 Uhr, die in der Regel auch online angeboten wird. Dazu kommen weitere Formen wie Wortgottesfeiern, Familiengottesdienste und die Eucharistiefeier am Donnerstag, die meist am zweiten Donnerstag im Monat stattfindet. Ein besonderer Fixpunkt ist der Taizé-Gottesdienst am ersten Samstag im Monat um 18:00 Uhr. Ergänzt wird dieses Angebot durch Werktagsformen, die Ruhe und Innerlichkeit in den Mittelpunkt stellen. Die Zeit der Stille findet von Montag bis Samstag jeweils um 12:00 Uhr statt und passt sehr gut zu einem Ort, der mitten in der Stadt doch einen Gegenpol zur Hektik anbietet. Am Freitag lädt Wege in die Stille zur Kontemplation ein, und am Dienstagabend gibt es Zen-Kontemplation sowie an manchen Terminen Tanzen und Schweigen. Solche Angebote zeigen, dass die Karmelgemeinde nicht nur ein Ort klassischer Messfeiern ist, sondern ein Raum für unterschiedliche Zugänge zum Glauben. Hinzu kommen die Feiern der kroatischen Gemeinde jeden Sonntag und Dienstag sowie die monatlichen Gottesdienste der ungarischen Gemeinde. Auch tamilische Gottesdienste gehören zum Profil des Ortes und zeigen, wie stark die Kirche als Ort des Zusammenkommens über Sprachgrenzen hinweg funktioniert. Die Gemeinde ist damit kein statischer Raum, sondern ein liturgisches Mosaik, das unterschiedliche Traditionen ernst nimmt. Dass sich der Ort an verschiedene Menschen richtet, spiegelt auch die Selbstbeschreibung der Gemeinde wider: Sie versteht sich als Personalgemeinde, die in Tradition und Veränderung lebt, Offenheit mit Glauben verbindet und Vielfalt nicht als Ausnahme, sondern als Normalität begreift. Für Besucher ist das ein großer Vorteil, weil sich der Charakter der Kirche nicht in einem einzigen Programmpunkt erschöpft. Man kann hier zur Messe kommen, zur Stille verweilen, ein Gespräch suchen, eine Taizé-Atmosphäre erleben oder einfach den Raum auf sich wirken lassen. Gerade diese geistliche Mehrstimmigkeit macht den Reiz des Hauses aus und verleiht dem Begriff Kirche am Innenhafen einen sehr konkreten Inhalt. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/terminvorschau-2/gottesdienste/))
Anfahrt, Parken und Weg zum Karmelplatz
Die Lage der Karmelkirche ist zentral und zugleich etwas versteckt genug, um den Weg dorthin als kleinen Stadtrundgang zu erleben. Die offizielle Anschrift lautet Karmelplatz 1-3, 47051 Duisburg. Wer mit dem Auto anreist, folgt laut Wegbeschreibung zunächst den großen Verkehrsachsen über A3, A40 und A59 in Richtung Duisburg-Zentrum beziehungsweise Duissern. Nach der Ausfahrt Duissern geht es über die Kardinal-Galen-Straße weiter, bis rechts Rathaus und Salvatorkirche liegen. Dort befindet sich auch ein großer Parkplatz am Burgplatz. Von dort führt der Fußweg weiter: Man geht an der Salvatorkirche vorbei, biegt an einem Gartenzaun rechts auf einen Weg ab, steigt eine Treppe hinauf und überquert die Straße. Dann steht man bereits auf dem Karmelplatz. Diese Beschreibung zeigt gut, dass die Kirche in ein städtisches Ensemble eingebettet ist und nicht isoliert auf einer freien Fläche liegt. Das macht den Weg reizvoll, verlangt aber auch Aufmerksamkeit, weil man den letzten Abschnitt zu Fuß zurücklegt. Wer lieber den öffentlichen Nahverkehr nutzt, fährt vom Hauptbahnhof mit der U-Bahn 901 Richtung Ruhrort oder Hamborn bis zur Haltestelle Rathaus. Dort nimmt man den Ausgang am Rathaus, geht rechts hinter dem Gebäude entlang in die Brüderstraße und gelangt so zum Karmelplatz. Für Besucher ist außerdem wichtig zu wissen, dass sich die Kirche in direkter Nachbarschaft zu Rathaus und Salvatorkirche befindet. Diese Lage erleichtert die Orientierung, wenn man den Innenhafen oder die Duisburger Innenstadt bereits kennt. Aus Sicht der Suchbegriffe ist genau dieser Punkt relevant: Viele Menschen suchen nicht nur die Kirche selbst, sondern auch nach Karmelplatz, Anfahrt, Parken und Wegbeschreibung. Die offiziellen Angaben liefern dafür klare und praktische Orientierung. Wer also einen Gottesdienst, einen Besuch in Stille, einen Termin im Karmelbüro oder einen Stadtspaziergang plant, kann die Anreise gut vorbereiten. Die Karmelkirche ist damit eine Innenstadtlocation, die sich bewusst urban präsentiert: gut erreichbar, aber mit einem letzten Wegstück, das schon auf den besonderen Charakter des Ortes einstimmt. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/kontakt/))
Krypta, Meditationsraum und besondere Architektur
Architektonisch ist die Karmelkirche am Innenhafen ein ausgesprochen spannender Ort, weil sich hier viele Zeitschichten überlagern. Schon außen fällt auf, dass Tuffstein und Betonkonstruktionen der Sechziger Jahre aufeinandertreffen. In den Fenstern begegnen sich mittelalterliche Formen wie Spitzbögen und die sachliche Geometrie der Nachkriegsarchitektur mit Rechtecken, Dreiecken, Kreisen und Quadraten. Besonders markant sind die 570 Rundfenster in der Südwand, die in Betonquadrate eingefasst sind. Innen ist der Bau ebenso ungewöhnlich, weil sich Kirchenschiff, Dachkonstruktion und Chorraum nicht streng symmetrisch fügen. Der asymmetrische Grundriss erinnert daran, dass dieser Ort mehrfach zerstört, verändert und neu gedacht wurde. Die Kirche ist nach Osten ausgerichtet, also geostet, und ihr Chor weist in Richtung der aufgehenden Sonne und symbolisch in Richtung Jerusalem. Der Blick in den Raum zeigt außerdem, wie bewusst mit historischen Elementen gearbeitet wurde: Das Gewölbe des Chorraums erinnert an mittelalterliche Wurzeln, während der hölzerne Dachstuhl über dem Hauptschiff an die franziskanische Einfachheit der Minoriten denken lässt. Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Foyer. Dort führt eine Tür mit dem Wort Shalom / Frieden in 43 Sprachen in einen Raum, der für Aktivitäten der Kommunität und der Gemeinde gedacht ist. Gerade dieser Eingang ist ein starkes Zeichen der Offenheit, weil er sprachliche Vielfalt sichtbar macht, noch bevor man den Kirchenraum betritt. Hinzu kommen der Meditationsraum und die Sakristei. Der Meditationsraum wird für kleinere Gottesdienste, Meditationen, Kinderkatechese und liturgische Treffen genutzt. Hinter dem Altar liegt der Chorraum, der ursprünglich für die Schwestern geschaffen wurde und heute auch dem Karmel-Chor dient. Wenn an hohen Festtagen der Kirchenraum voll ist, bietet er zusätzlichen Platz für Gottesdienstbesucher. Die Krypta liegt unter dem Altarraum und bewahrt den Bezug zur langen Geschichte des Hauses. Sie kann nach Anmeldung oder bei gelegentlichen Kirchenführungen besichtigt werden. Auf diese Weise wird die Karmelkirche zu einem Ort, an dem Architektur nicht bloß Kulisse ist, sondern eine theologische und biografische Erzählung. Die Baustoffe, Ebenen und Übergänge zeigen, dass hier nie einfach nur neu gebaut wurde, sondern dass Geschichte immer wieder in den Raum eingeschrieben wurde. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/blick-in-die-geschichte-karmel-duisburg/))
Personalgemeinde, Gruppen und offene Kirche
Die Karmel Duisburg - Kirche am Innenhafen ist nicht nur ein Gebäude, sondern eine Gemeindeform mit eigenem Profil. Auf der Internetseite beschreibt sich die Karmelgemeinde als durch karmelitanische Spiritualität geprägt, als Personalgemeinde und als Gemeinschaft, die Formen einer ehrenamtlich getragenen Gemeindeleitung erprobt. Genau das prägt den Alltag vor Ort. Die Gemeinde versteht sich als Weggemeinschaft, in der Tradition und Veränderung, Lernen und Annehmen, Offenheit und Begegnung zusammengehören. Auch die historische Entwicklung passt zu diesem Selbstverständnis: Die heutigen Mitglieder kommen nicht nur aus der direkten Nachbarschaft, sondern aus verschiedenen Duisburger Stadtteilen und auch aus benachbarten Städten. Das heißt für Besucher, dass die Kirche mehr als eine reine Wohngebietsgemeinde ist. Sie ist ein geistlicher Sammelpunkt für Menschen mit unterschiedlichen Wegen, Erfahrungen und Erwartungen. Praktisch zeigt sich das in den zahlreichen Gruppen und Angeboten: Karmel-Chor, Bibelkreise, geistliche Begleitung, Selbsthilfe-Gruppen, Sprechzeit, Begegnung, Kontemplation, Taizé, Tanz und Bildungsangebote. Diese Vielfalt macht die Kirche am Innenhafen zu einem Ort, an dem man nicht nur ankommt, sondern auch andocken kann. Besonders wichtig ist dabei die offene Kirche: Ganztags geöffnet, täglich besucht, mit Fürbittenbuch, das persönliche Anliegen aufnimmt. Damit wird aus dem Kirchenraum ein Raum des stillen Dialogs. Die Menschen können eigene Gedanken eintragen, eine Kerze entzünden, verweilen oder einfach den Raum wirken lassen. Dieses offene Konzept ist ein echter Standortvorteil, weil es die Kirche auch für Menschen attraktiv macht, die nicht primär eine klassische Pfarrkirche suchen, sondern einen Ort für Ruhe, Kunst, Geschichte oder eine kurze Unterbrechung im Alltag. Die Gemeinde organisiert sich außerdem mit festen Bürozeiten und einem Karmelteam, das die Leitung wahrnimmt. Auch das passt zu einem Ort, der Beteiligung statt Distanz fördert. Wer die Karmelkirche besucht, erlebt deshalb nicht nur ein Denkmal oder ein schönes Gotteshaus, sondern eine lebendige, sozial und spirituell aktive Gemeinschaft. Die Kombination aus historischer Tiefe, offener Tür, spiritueller Vielfalt und gemeinschaftlichem Engagement erklärt, warum die Karmelkirche am Innenhafen für Duisburg eine so besondere Adresse ist. Sie verbindet Erinnerung mit Gegenwart, Stille mit Bewegung und kirchliche Kontinuität mit einem sehr heutigen Gemeindeleben. ([karmel-duisburg.eu](https://karmel-duisburg.eu/karmel/willkommen/))
Quellen:
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Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
T- Mike
28. Juni 2025
Die Karmelkirche wurde in den 1960er Jahren auf den Ruinen der mittelalterlichen Kapelle des Minoritenklosters erbaut. Der Ort ist sehr geschichtsträchtig. Der Vorgänger, das Minoritenkloster, wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Neben geistlichen Diensten kümmerte sich der Bettelorden auch um Bildung und medizinische Versorgung in Duisburg, besonders in Krisenzeiten. Nach der Reformation wurde die Kapelle des Klosters zum geistigen Zentrum der Duisburger Katholiken, nachdem sie aus der Salvatorkirche vertrieben worden waren. Dies blieb so bis ins frühe 20. Jahrhundert, als die Liebfrauenkirche errichtet wurde und die katholische Gemeinde ein Gegenstück zur Salvatorkirche erhielt. Die Kapelle wurde als Nebenschiff in die Kirche eingebaut. Wie die gesamte Altstadt Duisburgs wurden Kirche und Kloster im Zweiten Weltkrieg zerstört. In den 1960er Jahren wurde auf den Ruinen die heutige Karmelkirche errichtet, während die Liebfrauenkirche in die Innenstadt verlagert wurde. Die Karmelkirche ist frei zugänglich und bietet einen Ort der Ruhe im Trubel der Stadt. In der Kirche befindet sich eine Infotafel zur Geschichte des Gebäudes. Über die Gottesdienste vermag ich nichts zu sagen.
Robert
11. Juni 2023
Misa am Dienstag um 18 Uhr. Ansonsten sonntags um 14 Uhr. Auf Kroatisch. Schöner Klavier und Lieder aus unserer Kindheit. Geweihter Priester.
Uwe Ddorf
2. Juli 2025
Ein schöner, ruhiger Ort zur stillen Einkehr und Besinnung. Ich komme immer sehr gerne hierher.
Marija Ranic
22. Februar 2026
Ort der Ruhe und Begegnung mit Jesus
Maren Niewiara
15. Oktober 2018
Nette kleine Kirche direkt am Innenhafen gelegen. Wir waren zu einer Taufe dort. Das Parken war etwas schwierig. Man sollte früh genug losfahren. Der Gottesdienst war toll und vor allem sehr kindgerecht gestaltet. Am Ende wurden Bilder der Täuflinge an die Kirchenfenster gehängt. Das finde ich eine sehr schöne Idee. Da sind schon einige zusammen gekommen.
